{"id":6701,"date":"2012-12-28T01:01:06","date_gmt":"2012-12-28T01:01:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.poppate.at\/?p=6701"},"modified":"2013-10-13T16:49:49","modified_gmt":"2013-10-13T16:49:49","slug":"poppate-blog-no-8-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.poppate.at\/?p=6701","title":{"rendered":"Poppate-Blog \u2013 No 8"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wir sind etwas wert!<\/strong><br \/>\nJetzt haben wir wieder einmal den Beweis! Die \u00f6sterreichische Musikwirtschaft ist etwas wert. Das hat das IHS \u2013 Institut f\u00fcr h\u00f6here Studien in einer k\u00fcrzlich pr\u00e4sentierten Studie herausgefunden. Initiiert wurde die Studie vom \u00d6sterreichischen Musikrat und dort im speziellen vom Kuratoriumsvorsitzenden Paul Hertel. Bezahlt wurde die Studie von der Wirtschaftskammer Wien. Wie schon im Jahr 2000, bei der sog. \u201eScheuch Studie\u201c, war ich in der Fachjury mit dabei und habe als Praktiker den Wissenschaftlern, damals sogar meinem Ex-Professor der Wirtschaftsuniversit\u00e4t Prof. Fritz Scheuch, die Praxis der \u00f6sterreichischen Musikszene erkl\u00e4ren d\u00fcrfen. Wie wir alle wissen ist das ein sehr komplexes Thema. Diesmal war die Runde wesentlich gr\u00f6\u00dfer und aus allen Musikwirtschaftsbereichen (Verwertungsgesellschaften, Musikuniversit\u00e4t, Institutionen, etc.) waren Experten dabei, die in stundenlangen Diskussionen zwischen Theorie und Praxis vermittelten \u2013honorarfrei! Diese Studie ist auch dringend notwendig, denn wir brauchen, um unsere Forderungen in der Politik durchzusetzen, Beweise daf\u00fcr, dass wir nicht nur kulturell wichtig sind, sondern auch einen wichtigen Stellenwert in der Gesamtwirtschaft haben. Die Studie beleuchtete nur die direkten Effekte der Musikwirtschaft. Welche Auswirkungen Musik zB. im Tourismus hat, h\u00e4tte den Rahmen der Studie wohl gesprengt, aber unser gutes Ergebnis sicherlich nur verbessert. Die Eckzahlen: die Bruttowertsch\u00f6pfung lag 2010 bei 3,35 Milliarden Euro, davon in Wien alleine 1,03 Mrd. Wir besch\u00e4ftigen 61.511 Menschen, davon 19.582 in Wien. Der ausgel\u00f6ste Nettokonsum belief sich auf 908 Millionen Euro. Im Vergleich zur Scheuch Studie aus dem Beobachtungszeitraum 1998 sank die Wertsch\u00f6pfung um 18,5 Prozent. Das klingt im ersten Moment gar nicht viel, wenn man die Inflation einrechnet. Bei genauer Betrachtung erkennt man aber sofort, dass der Umsatz von CD rasant verloren hat und der Livesektor sehr gut dazugewonnen hat. Dazu muss erg\u00e4nzt werden, dass die Daten zum heutigen Zeitpunkt wesentlich genauer sind und die Messlatte des IHS sehr hoch lag, diese Daten auch genau abzubilden. Nach der Endredaktion fragte uns die Wirtschaftskammer, was wir uns denn von der Politik w\u00fcnschen und ich meinte: \u201e10% mehr \u00f6sterreichische Musik im TV und Radio \u2013 \u00f6sterreichweit!\u201c Die Wissenschaftler und auch die Kammervertreter waren verbl\u00fcfft, wie einfach die Antwort war. Ich erkl\u00e4rte: 10% mehr Tantiemen aus der Abrechnung aus TV &amp; Radio f\u00fcr \u00f6sterreichische UrheberInnen w\u00fcrde auch 10% mehr f\u00fcr die angeschlossenen Verlage bringen, das gleiche gilt f\u00fcr die MusikerInnen, die dadurch 10% mehr LSG beziehen k\u00f6nnten und das gilt auch wieder f\u00fcr die Produzenten, die auch 10% mehr beziehen w\u00fcrden. Dass damit automatisch 10% mehr Steuern an das \u00f6sterreichische Finanzamt gehen, erw\u00e4hne ich nur zur Sicherheit. Die 10% ziehen sich also durch die ganze Wertsch\u00f6pfungskette und der Wunsch nach mehr Airplay und Musiksendungen im TV wird bald nicht nur das ewige Thema am Musikerstammtisch sein, sondern auch in der Politik Fu\u00df fassen. Denn eines ist durch die neue IHS Studie klar bewiesen: Musik ist etwas Wert und das nicht nur aus dem ideologischen Gesichtspunkt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir sind etwas wert! Jetzt haben wir wieder einmal den Beweis! Die \u00f6sterreichische Musikwirtschaft ist etwas wert. Das hat das IHS \u2013 Institut f\u00fcr h\u00f6here Studien in einer k\u00fcrzlich pr\u00e4sentierten Studie herausgefunden. Initiiert wurde die Studie vom \u00d6sterreichischen Musikrat und dort im speziellen vom Kuratoriumsvorsitzenden Paul Hertel. Bezahlt wurde die Studie von der Wirtschaftskammer Wien. 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